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Farbbestimmung

Neben der Zahnstellung, der Zahnform und der Oberflächenstruktur hat vor allem die Zahnfarbe einen entscheidenden Einfluss auf die ästhetische Wirkung von Zahnersatz. In diesem Zusammenhang kommt der präzisen Farbbestimmung eine wichtige Rolle bei der Herstellung von natürlich aussehendem Zahnersatz zu.

Allerdings besteht ein natürlicher Zahn nicht nur aus einem einzelnen Material mit nur einer einzigen Zahnfarbe, sondern ist aus verschiedenfarbigen Schichten aufgebaut. Der Farbeindruck eines natürlichen Zahnes beruht dabei auf Reflexion und Streuung des Lichtes innerhalb dieser Schichten. Der meist dünkler und gelblicher wirkende Dentinkern ist von einer gräulich transparenten Schicht Zahnschmelz überzogen. Dieser Schmelzmantel ist am Zahnhals dünner als an der Schneidekante oder der Kaufläche – die Zähne wirken deshalb am Zahnhals auch meistens dünkler. Zudem wird der gewonnene Farbeindruck stark von der Umgebung und der Beleuchtung beeinflusst. Lichtarten mit geringeren Temperaturen führen zu einer Rotverschiebung. Bei zu niedrigen Lichtintensitäten dominiert die Grauwertunterscheidung und bei zu hohen Lichtintensitäten kommt es zu einem Blendeffekt. Eine optimale Farbauflösung durch das menschliche Auge wird bei Beleuchtungsintensitäten von circa 2.000 Lux erreicht. Aber auch bei einer optimalen Beleuchtung kommt es innerhalb weniger Sekunden zu einer Anpassungsreaktion im menschlichen Auge bzw. in den Gehirnarealen in denen optische Reize verarbeitet werden. Bei längerer Betrachtung eines Zahnes oder eines Farbrings wird der Kontrast schwächer, sodass empfohlen wird, den in seiner Farbe zu bestimmenden Zahn nur kurz zu fixieren.

Fluoreszenz, Opaleszenz und Transparenz

Transparenz: Unter Transparenz versteht man die Durchscheinbarkeit (= Verhältnis von durchscheinendem Licht zu gestreutem).
Opaleszenz: ist die Streuung von Licht im trüben Material. Die Streuung erfolgt hier an Partikeln, die dieselbe Größenordnung haben wie die Wellenlänge des gestreuten Lichtes. Langwelliges Licht …

Farbbestimmung

Die Wahrnehmung der Farben: Farbe ist diejenige Empfindung, die es uns erlaubt, zwei strukturlose Oberflächen gleicher Helligkeit zu unterscheiden. Die Wahrnehmung der Farben wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Farbe ist eine Empfindungsgröße. Es ist nicht das Licht, das farbig ist („The rays are not coloured“ …

dentale Fotografie

Bei Fotografien von Zahnersatz und den dazugehörigen Modellen muss unbedingt auf eine erstklassige Modellherstellung geachtet werden, denn ein Arbeitsmodell, das nicht mit äußerster Sorgfalt gefertigt wurde, mindert den Qualitätseindruck der zahntechnischen Arbeit erheblich. …

Fluroreszenz, Opalseszenz und Transparenz

Transparenz:
Unter Transparenz versteht man die Durchscheinbarkeit (=Verhältnis von durchscheinendem zu gestreutem Licht).

Opaleszenz:
Opaleszenz ist die Streuung von Licht im trüben Material. Die Streuung erfolgt hier an Partikeln, die dieselbe Größenordnung haben wie die Wellenlänge des gestreuten Lichtes. Langwelliges Licht (Rot) wird in diesem Material weniger gestreut als blaues. Gegen das Licht betrachtet wirkt das Material rötlich, bei seitlicher Beleuchtung gegen einen dunklen Hintergrund betrachtet bläulich-rötlich. Diesen Effekt weisen Opale (wahrscheinlich aus dem alt-indischen: upala = Stein; Schmucksteine aus eingetrockneten Kieselgelen, mit farbgebenden Verunreinigungen) auf und geben ihm den Namen. Um diesen Effekt der natürlichen Zahnhartsubstanz zu imitieren, wird den Dentalkeramiken Trübungsmittel in entsprechender Größe zugesetzt.

Phosphoreszenz:
Einige Stoffe, so genannte Phosphors, geben stark verzögert Licht wieder ab (Phosphoreszenz), nachdem sie mit Licht oder Röntgenstrahlung bestrahlt wurden. Natürliche Zahnhartsubstanz ist ein phosphoreszierendes Material. Daher muss auch diese Eigenschaft von den Ersatzmaterialien (Verblendwerkstoffen) nachgebildet werden, um eine Natürlichkeit und Ästhetik zu gewährleisten.

Fluoreszenz:
Bei der Fluoreszenz handelt es sich um die Eigenschaft einiger Stoffe, aufgenommenes kurzwelliges Licht in langwelligeres Licht umzuwandeln und abzustrahlen. Somit kann zum Beispiel Ultraviolett- oder Röntgenstrahlung in sichtbares Licht verwandelt werden (bläuliches Schimmern dieser Stoffe bei „Schwarzlicht“) . Dieser Effekt wird zum Beispiel auch bei den so genannten „Textmarkern“ verwendet, mit denen man Textpassagen hervorheben kann, da diese Farbstoffe zu leuchten scheinen.

Röntgenstrahlung ist definitionsgemäß kein Licht, sondern stellt eine Strahlungsart dar, soll hier aber aus Gründen der Vollständigkeit behandelt werden. Sie kann nur Stoffe mit niedriger Dichte (Dichte = Masse pro Volumen) durchdringen. Im Röntgenbild sind daher leichte Stoffe (zum Beispiel Kunststoffe, Titan) nicht bzw. schwerer zu sehen. Eine Röntgenopazität von Keramik ist erwünscht, da der Zahnarzt die Füllung (zum Beispiel Keramikinlay) von evtl. gebildeter Sekundärkaries unterscheiden kann.

Farbbestimmung

Die Wahrnehmung der Farben:
Farbe ist diejenige Empfindung, die es uns erlaubt, zwei strukturlose Oberflächen gleicher Helligkeit zu unterscheiden. Die Wahrnehmung der Farben wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst.

Farbe ist eine Empfindungsgröße. Es ist nicht das Licht, das farbig ist („The rays are not coloured“ – Isaac Newton). Das Licht wird zunächst im Auge in Nervenimpulse umgewandelt. Erst durch die Verarbeitung dieser Impulse in den nachgeschalteten Hirnstrukturen kommt es zu der Empfindung, die wir “Farbe” nennen.

Die Arbeitsweise des visuellen Systems im Zentralnervensystem und besonders im Gehirn im Zusammenspiel mit dem Gefühlszentrum ist noch unerforscht. Andererseits ist die Wahrnehmung unterschiedlicher Wellenlängen in den Zapfen und Stäbchen der Netzhaut nicht allein für die Entstehung des wahrgenommen Bildes verantwortlich. Die verschiedenen Sehzellen betätigen sich als „Fänger“ des Lichts. Dabei sammeln sie bevorzugt das Licht ein, das am besten zu ihnen passt.

Der Sehvorgang von Farbe und Form eines Objektes ist auch dadurch geprägt, dass das Großhirn einen Sinneseindruck mit einer dazu gehörenden Erinnerung verbindet. Die empfundene Farbe eines Objektes ist nicht immer mit der messtechnischen (da physikalischen) vergleichbar. Vielmehr ist das wahrge-nommene Bild der momentan aufgenommenen Informationen überdeckt, vom Wissen zu diesem Objekt.

Zahnfarbnahme:
Unsere Wahrnehmung von Farbe ist relativ und abhängig vom Hintergrund. Die Wahrnehmung von Farbe (mit ihren drei Komponenten Helligkeit, Sättigung und Farbton) ist also viel mehr als die rein physikalische Messung der Stärke reflektierter Lichtstrahlen, sondern hängt stark von ihrer Umgebung ab. Und das aus gutem Grund: Wir sind seit jeher auf das Detektieren von Kanten getrimmt. Trotz manchmal fast gleicher Färbung können wir zum Beispiel den Übergang vom Meer zum Himmel auch bei diesigem Wetter noch gut erkennen, ebenso wie die Umrisse von Tieren oder Bäumen im Nebel. Das zugrunde liegende Prinzip ist die so genannte Randkontrastverstärkung. So wirkt eine helle Fläche im Beispiel vor einem dunklen Hintergrund viel heller als vor einem hellen Hintergrund.

Zur Erkennung von Zahnstrukturen oder zur Zahnfarbnahme sollten jedoch keine „störenden“ Farben in der Umgebung des Sichtfeldes des Zahntechnikers sein. Empfohlene Farben sind dabei die neutralen Farben Weiß und Grau und die natürlichen Hintergrundfarben Blau und Grün. Blau und Grün werden auf Grund unseres Vorwissens über die Färbung des natürlichen Hintergrundes des Himmels, der Wälder und Wiesen als Hintergrundfarben assoziiert. Zu vermeiden sind dagegen Signalfarben wie Gelb oder Rot. Für eine Verwendung von Blau und Grün spricht noch ein weiteres Argument: Der unbunte, blaugrüne Bereich beinhaltet die Komplementärfarben zu den Zahnfarben. Dadurch ergibt sich eine Randkontrastverstärkung und somit eine sensiblere Wahrnehmungsmöglichkeit von Abweichungen in diesem Bereich.

Für die Zahnfarbnahme bedeutet das konkret, dass die Betrachtungsdauer nicht länger als 8 bis 10 Sekunden sein sollte. Man sollte also dem ersten Eindruck trauen und lieber nach einiger Zeit den Zahnkranz noch einmal neu anlegen. Der Farbeindruck einer Fläche hängt wie gesehen stark von der Betrachtungszeit und Bewegung ab. Außerdem hängt die Farbwahrnehmung stark vom jeweils angrenzenden Hintergrund ab.

Dentale Fotografie

Vorbereitung:
Bei Fotografien von Zahnersatz und den dazugehörigen Modellen muss unbedingt auf eine erstklassige Modellherstellung geachtet werden, denn ein Arbeitsmodell, das nicht mit äußerster Sorgfalt gefertigt wurde, mindert den Qualitätseindruck der zahntechnischen Arbeit erheblich.

Auch der Ort, an dem das Foto für erstellt wird, muss perfekt aufgeräumt und sauber sein. Sind zum Beispiel auf dem Ablagebrett im Hintergrund diverse Flaschen oder Schachteln aufgestellt, kann durch Einsatz eines neutralen Fotokartons als Hintergrund ein sehenswertes Ergebnis erzielt werden.

Als Abschlussbild einer zahntechnischen Arbeit zur Dokumentation, empfiehlt es sich einmal direkt von vorne, sowie von schräg links und schräg rechts zu fotografieren. Diese Perspektiven sind zwar eher sachlich, doch diese Aufnahmen dienen der Dokumentation der erstellten Arbeit.

Schärfe:
In den meisten Fällen empfiehlt es sich, die Aufnahmen zahntechnischer Arbeiten durchgängig scharf abzubilden. Durch eine große Blende erscheint die Arbeit jedoch unscharf und verschwommen. Ausreichendes Abblenden auf Blende 22 lässt sie durchgehend scharf erscheinen. Die Schärfen (un)tiefe kann jedoch auch gezielt für die Bildaussage genutzt werden. Objekte können zum Beispiel unscharf die Aufgabe als Requisiten zur Gestaltung des Hintergrundes übernehmen. Hierbei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass das Foto nicht zu klein abgebildet wird, weil die bildwichtigen Details sonst zu klein und dadurch schlecht erkennbar sind.

Hinter- und Untergründe:
Bei einer sachlichen Dokumentation darf der Blick nicht vom Hauptobjekt abgelenkt werden, das heißt nicht nur der Hintergrund sollte neutral sein sondern auch der Untergrund darf keine Struktur, kein Muster oder ähnliches zeigen. Das zu fotografierende Objekt könnte zusätzlich auch noch auf einer Erhebung platziert werden um es noch deutlicher herauszuheben und den Untergrund ruhiger wirken zu lassen.

Objektplatzierung:
Die Regeln und Möglichkeiten der Anordnung und der Ausrichtung der Objekte sind vielfältig. Es sollte aber auf zwei klassische Elemente eingegangen werden:

  • Erstes Element dem wir Beachtung schenken sollten ist der goldene Schnitt. Bei der Dokumentation sollte das wichtigste Objekt in der Mitte platziert werden. Andere Fotografien wirken dadurch jedoch schnell langweilig. Darum sollten die wichtigsten Gegenstände am linken bzw. rechten Rand und/oder im unteren bzw. oberen Teil des Bildes platziert werden. Das ist der sogenannte „goldene Schnitt“ und verleiht dem Bild zusätzliche Sympathie.
  • Werden mehrere gleichartige Produkte fotografiert, müssen diese entsprechend angeordnet werden. Ein Negativbeispiel wären z.B. einfach hingeworfene Objekte, die keinerlei Harmonie oder Struktur besitzen. Durch eine strenge geometrische Aufstellung und einer gut gewählten Perspektive wirken die Objekte im Hintergrund kleiner. Der hervorgerufene Effekt wird in der Bildgestaltung bewusst eingesetzt, wird als Texturgradient bezeichnet und gibt dem Bild eine gewisse Spannung.

Belichtung:
Auch die richtige Belichtung hat eine enorme Auswirkung auf das Gesamtbild. Durch ein improvisiertes Lichtzelt (umstellen des Objekts mit weißem Styroporplatten) oder einen professionellen Flächenblitz kann ein Schattenloses Ergebnis erzielt werden.

Hochglanzpolierte Metallflächen stellen ein weiteres Problem dar. Eine Blitzfotografie würde zu starke Reflexe und einen zu hohen Kontrast auslösen. Darum sollte die Belichtung eher dezent ausfallen. Das Verwenden mehrerer Tageslichtleuchtstofflampen und das Umstellen der zu fotografierenden Zone mit Styroporplatten lässt Metalle gleich viel ansprechender wirken.

Farben:
Die Hintergrundfarbe sollte ebenfalls mit Bedacht gewählt werden. Die Farbe des Hintergrundes sollte weder langweilig wirken noch zu grell und auch der Fotografierte Gegenstand sollte dadurch nicht negativ beeinflusst werden. Durch die Freistellung mittels einer Glasplatte wirkt das Objekt als würde es im Raum schweben.

Spiegelungen:
Wenn man eine Arbeit gleichzeitig labial und palatinal fotografieren möchte, verwendet man einen gewöhnlichen Haushaltsspiegel als Unterlage. Damit jedoch keine störenden Spiegelungen entstehen ist es ratsam den Hintergrund durch einen Fotokarton zu hinterlegen. Zusätzlich kann die unerwünschte Doppelspiegelung auf der Glasoberfläche mit einem Polarisationsfilter unterdrückt werden.

Produkt- und Werbefotografie:
Bei der Produkt- und Werbefotografie müssen auch weitere Hilfsmittel  miteinbezogen werden. Der Hintergrund und andere Requisiten gehören nun zum festen Bestandteil des Arrangements. Ein Samtstoff Untergrund und Schmuckplatzierung kann z.B. der Wert einer Ware betont werden. Wenn das Bild jetzt noch mit einem ausgefallenen Bilderrahmen kombiniert wird, erregt es bestimmt Aufmerksamkeit. Ein anderes Beispiel wären Fossile Zähne auf denen Sie ihre Objekte platzieren. Der erste Effekt ist der Bezug durch die Fossilien zu Zähnen. Andererseits ist es ein toller Blickfang.

Farbneutralität

Der Weißabgleich bei der Digitalkamera:
Voraussetzung für Farbneutralität der gespeicherten Bilddaten ist der so genannte Weißabgleich an der Kamera.

Wichtige Begriffe

digitale Fotographie:
Dies sind die wichtigsten Angaben, die meines Erachtens nach für die Auswahl einer Digitalkamera für die Dentalfotografie nützlich sind.