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Geschichtliches

Der goldene Schnitt

Dinge des täglichen Lebens findet man in einem ausgewogenen Verhältnis von Länge zu Breite vor. Die Anwendung des sogenannten ,,Goldenen Schnittes“ ist eine Möglichkeit Ästhetisch ansprechende Proportionen zu ermitteln. …

Die Geschichte der Medizin

Die Geschichte der Medizin ist überaus spannend. Bei vielen Völkern ist die Kunst des Heilens eng mit Magie und Zauber verbunden. Über Jahrtausende hinweg galt der Mensch als von Geistern und Dämonen bestimmt. …

Die Geschichte der Gewürznelke

Wer hat ihn nicht in der Nase, wenn er an den Zahnarzt denkt, den typischen Geruch von Nelkenöl bzw. Eugenol der in allen Behandlungszimmern liegt und für viele Menschen geradezu als Erkennungsmerkmal für eine zahnärztliche Praxis gilt oder galt. …

Libellus de dentibus

Zu den bedeutendsten Anatomen des 16. Jahrhundert gehört zweifellos der italienische Arzt Bartolomeo Eustachi der eine Vielzahl anatomischer Strukturen Beschrieb. Eustachi verfasste verschiedene atomische Arbeiten, darunter auch eine Schrift über die …

Die Geschichte der Implantate

Frühe Hinweise auf den Ersatz fehlender Zähne durch Menschen- oder Tierzähne finden wir in der römischen Antike: Fremde Zähne wurden nach etruskischem Vorbild durch Goldbänder mit den eigenen verbunden …

Wegbereiter der Mikroskopie

lm 17. und 18.Jahrhundert nahmen die Naturwissenschaften einen wesentlichen Aufschwung der auch für die Medizin und Ihre Spezialgebiete von großer Bedeutung gewesen ist. Dabei waren es nicht immer nur ausgebildete Wissenschaftler …

Der goldene Schnitt

Dinge des täglichen Lebens findet man in einem ausgewogenen Verhältnis von Länge zu Breite vor. Die Anwendung des sogenannten ,,Goldenen Schnittes“ ist eine Möglichkeit Ästhetisch ansprechende Proportionen zu ermitteln. Hierzu werden die Seitenlängen eines zu bearbeitenden Gegenstandes in ein Verhältnis von 1: 1,618 gebracht.

Ein kleiner Ausflug in die Geschichte:
Die Tempel auf der Akropolis sind genau nach diesem Verhältnis erbaut worden und Leonardo da Vinci hat im Jahr 1509 eine Arbeit über die ,,göttlichen Proportionen“ geschrieben. Immer wieder läßt sich das Verhältnis von 1: 1,618 nachweisen.

Je mehr Proportionen im Gesicht eines Menschen zueinander im Goldenen Schnitt liegen, desto ästhetisch ansprechender ist dieses Gesicht für den Betrachter. Das Gesicht vermittelt unserem Gegenüber die ersten Eindrücke. Wie entwickelt sich Sympathie zu einer fremden Person? Die verbreitete Meinung hierzu lautet: über den Augenkontakt. Doch das stimmt nicht! Die Augen allein kann man gar nicht isoliert betrachten.

Eindruck ist also das ganze Gesicht mit seinen Proportionen. Es geht unterbewußt um die Verhältnisse von Augen zu Mund, Nase zu Untergesicht, Oberlippe zu Unterlippe, usw. Beim ersten Lächeln zeigen sich die Zähne.

Und hier kann durch eine falsch proportionierte Frontzahnrestauration der erste Eindruck empfindlich gestört werden.

Wenn sie Bilder von Models betrachten, werden sie sich wundern, was alles im Goldenen Schnitt liegt:  Augenbreite zu Mundbreite Oberlippe zu Unterlippe, die Breite der Nase zur Breite des Mundes usw.

Die Geschichte der Gewürznelke

Wer hat ihn nicht in der Nase, wenn er an den Zahnarzt denkt, den typischen Geruch von Nelkenöl bzw. Eugenol der in allen Behandlungszimmern liegt und für viele Menschen geradezu als Erkennungsmerkmal für eine zahnärztliche Praxis gilt oder galt. Erst seit wenigen Jahren genauer seit der überwiegenden Verarbeitung von Composites und anderen Kunststoffen in der konservierenden Zahnheilkunde, verschwindet dieser Duft und damit ein berufsspezifisches Charakteristikum aufgrund der weichmachenden Wirkung des Eugenols auf Kunststoffe zunehmend aus den Praxen.

Hauptlieferant des Nelkenöls ist die Gewürznelke. Es handelt sich dabei um die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaums Syzygium aromaticum der zur Familie der Myrtaceae, also der Myrtengewächse gehört. Der ursprünglich auf den Molukken (die auch “Gewürzinseln“ genannt werden) beheimatete, immergrüne Gewürznelkenbaum wird heute in vielen tropischen Regionen wie beispielsweise Indonesien, auf Sansibar, Madagaskar oder Mauritius, Sri Lanka oder auf den Antillen angebaut. Er wird bis zu 20 Meter hoch und hat eine pyramidenförmige Krone.

Die Wirkung der Gewürznelke, die vorwiegend auf dem Nelkenöl bzw. dessen Eugenolgehalt beruht, ist karninativ, antiphlogistisch, antiseptisch, antibakteriell wie auch antifungal und antiviral, lokaian-ästhetisch, spasmolytisch und ätzend.

Die Anwendung des Nelkenöls bzw. des Eugenols in der Zahnmedizin ist im Wesentlichen durch die antibakterielle, desinfizierende, lokalanästhetische und ätzende Wirkung bestimmt: So ist Nelkenöl/ Eugenol im zahnmedizinisch kosmetischen Bereich als Zusatz in Zahnpasten, Zahntropfen und Mundwässern sowohl mit therapeutischer Zielsetzung bei Entzündungen des Mund-Rachenraumes wie auch als Geschmacks- und Geruchskorrigens in Gebrauch. In der zahnärztlichen Therapie ist es Bestandteil von verschiedenen Parodontalverbänden und Wurzelfüllmateriallen sowie vor allern der bekannten Zinkoxid- Eugenol-Zemente, die insbesondere als provisorische Füllungsmaterialien, provi-sorische Befestigungszemente und zur indirekten Überkappung angewendet werden, jedoch – dies wurde eingangs schon angedeutet – zunehmend an Bedeutung verloren haben. Dies ist sicherlich zum einen auf die angesprochene Weichmacherwirkung zurückzuführen, zum andern kann Eugenol allergische Reaktionen hervorrufen und aufgrund seiner Eigenschaften auch gewebsschädigend wirken.

Die Tradition einer Verwendung der Gewürznelken in der Heilkunde ist sehr alt. Schließlich findet die Gewürznelke in einigen Hauptwerken der mittelalterlichen Klostermedizin als Therapeutikum aus-führlichere Erwähnung. So kennt etwa die heilkundige Klosterfrau und Abtissin Hildegard von Bingen (1098-1179) die Nelke und hält sie gegen Schwindel, Wassersucht, Podagra, Schluckauf , Fieber und Menstruationsbeschwerden für hilfreich.

Im ausgehenden 12. und im 13. Jahrhundert, scheint die Nelke vielfach als Bestandteil von Komposita zur Therapie von Zahnfleischerkrankungen, Fisteln, Mundgeruch und ähnlichem auf. Weitere derartige Beispiele finden sich in den frühen zahnheilkundlichen Monographien des 16. Jahrhunderts.

Die Gewürznelke hat gerade in der Volksmedizin lange nicht ausgedient: Auch heute noch findet sie als Hausmittel bei Zahnschmerzen Anwendung. Hiernach solle bei Zahnschmerzen eine Gewürznelke gekaut oder diese zerkleinert in den ,,hohlen Zahn“ gelegt, Nelkenöl in die Gingiva einmassiert oder Zahn bzw, Zahnfleisch damit benetzt werden.

Die Geschichte der Implantate

Frühe Hinweise auf den Ersatz fehlender Zähne durch Menschen- oder Tierzähne finden wir in der römischen Antike: Fremde Zähne wurden nach etruskischem Vorbild durch Goldbänder mit den eigenen verbunden; es sind Anhaltspunkte für Zahnverpflanzungen greifbar, wobei jedoch fraglich ist, inwieweit es sich dabei um Transplantationen oder mit Hilfe menschlicher Zähne gefertigte Prothesen gehandelt hat. Ebenso interessant wie umstritten sind verschiedene Ausgrabungen in den historischen Stätten der mittelamerikanischen Hochkulturen: Sie reichen von präinkaischen Schädeln (etwa zweites Jahrhundert n. Chr.), die neben anderen Mutilationen auch (wohl erst postmortal) implantierte menschliche Zähne aufweisen, über einen Schädelfund aus der Mayakultur Honduras (zirka 8./9. Jahrhundert) mit einem implantierten Zahn, dem anhaftender Zahnstein und somit eine längere Verweildauer in situ zugeschrieben wird, bis hin zu einem Unterkieferfragment (ebenfalls Maya, um 600 n. Chr.), bei dem im Bereich der Front drei zahnförmige Muschelstücke eingesetzt worden waren und dort einheilten das gilt als frühestes Zeugnis enossaler alloplastischer Implantation.

Zu den ersten enossalen Implantaten zählen die Versuche Magiolos im Jahre 1809, der künstliche Alveolen schuf und darin ein Röhrchen aus Gold einsetzte um daran einen Stiftzahn zu befestigen. Es wurden diverse Versuche mit verschiedenen Materialien und unterschiedlichen Techniken unternommen, die aber selten oder nie zu dem erwünschten Erfolg führten, deshalb wurden die Bemühungen in diese Richtung bald aufgegeben. Es fehlte an den nötigen Materialien und am technischen Wissen für diese an-spruchsvolle Technik.

1939 sorgte Strock für einen Durchbruch in der ImplantoIogie. Er verwendete eine Cobalt-Chrom-Molybdän Legierung, modifizierte die Form der Implantate zu einer Schraube, die einer Holzschraube sehr ähnlich war. Das war der Beginn der modernen zahnärztlichen Implantologie und Forschung auf dem Gebiet der Integration von alloplastischen Materialien in vitalen Geweben.

1946 entwickelte Formiggini die nach ihm benannte Schraube.

1962 Scialom entwickelt Nadelimplantate die 2 oder 3 Beine oder eine Reihe von Beinen hatten

1965 Tiamonte verbesserte die Schraubenimplantate.

1968 Linkow kreiert die ersten Extensionsimplantate,

1969 Bränemark prägt den Begriff Osseointegration.

1970 Gründung,,Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie “ .

1971 Gründung Arbeitskreis Implantologie.

1974 Freigabe der klinischen Anwendung für das intramobile Zylinderimplantat unter der Kurzbe-zeichnung IMZ.

1989 Gründung des Bundesverbandes der niedergeIassenen implantologisch tätigen Zahnärzte.

Die Geschichte der Medizin

Antike und Mittelalter:
Die Geschichte der Medizin ist überaus spannend. Bei vielen Völkern ist die Kunst des Heilens eng mit Magie und Zauber verbunden. Über Jahrtausende hinweg galt der Mensch als von Geistern und Dämonen bestimmt. Diese ,,rächten“ sich, sandten Krankheit und Verderben. Entsprechend vermischten sich bei der medizinischen Behandlung, die den negativen Einfluss übernatürlicher Kräfte auf den Patienten zu mindern suchte, magische und empirische Elemente.

Medizinmänner oder -frauen waren/ sind hochgeachtete Mitglieder ihres Stammes. Ihr Heilkunde- Wissen wurde als Geheimlehre von Generation zu Generation weitergereicht. Das Christentum übersetzte später die magischen Vorstellungen von Krankheit in ,,Strafe Gottes“.

Im Ägypten des zweiten Jahrhunderts vor Christus genossen die Ärzte hohes Ansehen. Pulsfühlen, Abhören oder -klopfen, aber auch Riechen gehörten bereits zu den diagnostischen Mitteln. Für die Therapie gab es bereits Arzneimittel. Umschläge Klistiere und Zaubersprüche  gehörten jedoch auch dazu

Yin und Yang, die zwei zentralen Begriffe der chinesischen Philosophie, repräsentieren das Ziel der Medizin Chinas, nämlich den kranken Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Neben der Pharmakotherapie und der Chirurgie entwickelten sich die speziellen Behandlungstechniken Akupunktur und Moxibustion, die beide auch in die abendländische Medizin Eingang fanden.

Die klassische Medizin entstand dagegen mit der Ausbreitung des Hinduismus und Buddhismus. Der Körper wurde als Mikrokosmos gedeutet, dessen Harmonie vom Gleichgewicht dreier 2Säfte“ – Wind, Galle und Schleim – abhing. Das epochemachende Ereignis der griechischen Wissenschaf zur Zelt des Perikles (ca, 500 v. Chr.) war das Aufkommen einer Medizin nach den Grundsätzen der Vernunft. Daneben gab es aber auch eine Tempelmedizin, wie die des Heilgottes Asklepios, dessen Wanderstab und heilige Schlange noch heute die Symbole des Arztes sind.

Karl der Große hielt die von ihm unterstützten Klöster an, die medizinischen Werke der Antike ins Lateinische zu übertragen. Krankheiten wurden jedoch weiter als Strafe Gottes oder Hexerei betrachtet, eigene Theorien entstanden nicht. Die Anatomie erlitt jedoch im Europa des frühen Mittelalters durch das kirchliche Verbot, Leichen zu sezieren, große Rückschläge. Arzte und Gelehrte stahlen ihre Objekte von den Galgenbergen  wie auch Leonardo da Vinci, der Zeichnungen nach seinen anatomischen Studien anfertigte und als erster den ,,gläsernen Menschen“ entwarf.

Libellus de dentibus

Zu den bedeutendsten Anatomen des 16. Jahrhundert gehört zweifellos der italienische Arzt Bartolomeo Eustachi der eine Vielzahl anatomischer Strukturen Beschrieb. Eustachi verfasste verschiedene atomische Arbeiten, darunter auch eine Schrift über die Zähne sein: “Libellus de  dentibus”. Dieses Büchlein von den Zähnen erschien im Jahre 1563 und zählt zu den ersten selbständigen Werken der Zahnmedizin.

In seinem Werk geht Eustachi zunächst auf das Wesen, den Bau und die Morphologie der Zähne ein. Er beschreibt und diskutiert unter anderem zusammenfassend Farbe, Gestalt, Aufbau, Zahl, Anordnung und Befestigung der Zähne, bevor er Schneidezähne, Eckzähne und Molaren (auch ,,Maxillaren“ genannt) separat und ausführlich darstellt und betrachtet. Gerade Letzteren sind mehrere Kapitel gewidmet, in denen hauptsächlich den Wurzelverhältnissen besondere Bedeutung zukommt.

,Libellus de dentibus‘ ist kein prophylaktisch therapeutischer zahnheilkundlicher Leitfaden, sondern ein Werk, worin Eustachi die Thematik im Sinne wissenschaftlichanatomischer Grundlagenforschung aufgearbeitet und womit er einen für die Entwicklung der Anatomie wie auch der Zahnheilkunde gleichermaßen wichtigen Beitrag geleistet hat.

Wegbereiter der Mikroskopie

lm 17. und 18.Jahrhundert nahmen die Naturwissenschaften einen wesentlichen Aufschwung der auch für die Medizin und Ihre Spezialgebiete von großer Bedeutung gewesen ist. Dabei waren es nicht immer nur ausgebildete Wissenschaftler oder Ärzte die auf den einschlägigen Gebieten Arbeiteten sondern zum Teile ebenso interessiert und hochmotivierte Laien. Ihnen hat die Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften oftmals  essentielle und wegweisende Eerkenntnisse Entwicklungen verdanken. Ein Protagonist der auch für die Zahnheilkunde Wichtiges leistete war der Niederländisch Tuchhändler und Naturforscher Antoni van Leeuwenhoek (1632-1723).

Hatte die makroskopische Anatomie im ausgehenden 15. und im 16. Jahrhundert einen Umbruch und eine Blüte erlebt, die wegweisend für die moderne Medizin gewesen ist, so begannen die Anatomen und Physiologen schließlich um die Mitte des 17. Jahrhunderts, dem menschlichen (und auch tierischen) Körper durch die Mikroskopie beziehungsweise die mikroskopische Anatomie immer mehr Geheimnisse abzugewinnen.

Als ,,Begründer der mikroskopischen Anatomie“ gilt gemeinhin der Italiener Marcello Malpighi (1628-1694). Er beschrieb beispielsweise die Lungenkapillaren sowie die auch als Malpighi- Bläschen bezeichneten Lungenbläschen und lieferte damit noch ein ‚missing link‘ des Blutkreislaufs; er untersuchte die Haut und die Zunge, Gehirn und Nerven, verschiedene Organe wie etwa die Niere, deren Nierenkörperchen uns unter dem Terminus, Malpighi-Körperchen‘ geläufig sind – und Malpighi entdeckte die roten Blutkörperchen, die er allerdings noch für Fettbläschen hielt. Auch die Feinstruktur der Zähne vergaß der italienische Anatom bei seinen Untersuchungen nicht, Von mehr als untergeordnetem Interesse sind die Untersuchungen des Zahnbelags, deren Ergebnisse Antoni van Leeuwenhoek in einem Brief vom 17. September 1683 veröffentlichte: Obwohl er selbst seine Zähne sauber hielt, konnte er in dem aus den Zahnzwischenräumen entnommenen Belag ,,levende diertjes“, also, lebende Tierchen‘, nachweisen und mehrere Arten unterscheiden.

Antoni van Leeuwenhoek, der schon zuvor mehrfach Mikroben erwähnt hatte, gab in diesem Brief, auch durch die beigefügtenn Abbildungen, die erste unzweifelhafte Beschreibung von Bakterien. Und er wies damit nicht nur die Mikroorganismen der Mundhöhle nach, sondern stellte den Zusammenhang zwischen dem Befall durch diese ,Tierchen‘ und der Zahnpflege her.

Antoni van Leeuwenhoek, der schon zuvor mehrfach Mikroben erwähnt hatte, gab in diesem Brief, auch durch die beigefügtenn Abbildungen, die erste unzweifelhafte Beschreibung von Bakterien. Und er wies damit nicht nur die Mikroorganismen der Mundhöhle nach, sondern stellte den Zusammenhang zwischen dem Befall durch diese ,Tierchen‘ und der Zahnpflege her.