+43 1 9081927 mail@ap-i.at

Komposite

Eigenschaften:
Für Verblendungen aus Kunststoff werden heute lichthärtende Kunststoffe eingesetzt. Zumeist sind es Komposite, die aus verschiedenen Bestandteilen bestehen und sich durch eine hohe Homogenität und sehr gute physikalische Werte auszeichnen: In der Regel sind sie form- und farbstabil, sehr hart, abriebfest und zäh und dabei gleichzeitig noch druckfest mit einem hohen Elastizitätsmodul. Wie der Name „Komposite“ schon andeutet, sind diese Massen Mischpolymerisate, bei denen die Eigenschaften von den verschiedenen Zutaten beeinflusst werden.

Chemischer Ablauf:
Die Polymerisation von Composite läuft in drei Stufen ab:
1. Startreaktion (Initiation)
2. Wachstumsreaktion (Propagation)
3. Abbruchreaktion (Termination).

Physikalische Reaktion:
In den 70er-Jahren kamen für die Lichthärtung UV-Lampen auf den Markt. Der Vorteil war, dass für die Aushärtung des Kunststoffes nur eine Komponente nötig war und das Anmischen des Kunststoffes aus zwei Komponenten wegfiel. Der Nachteil lag allerdings im gesundheitlichen Bereich bei der Anwendung: Durch die Nähe zu Haut und Augen bestand das Risiko der Erblindung bzw. für Hautkrebs. Bereits 1978 wurden sie durch Blaulichtlampen abgelöst, die eine wesentlich geringere Gefahr für den menschlichen Organismus waren. Seitdem wurden diese Lampen in ihrer Wirksamkeit stetig verbessert. Die Blaulichtlampen bewirken, dass die Moleküle der Fotoinitiatoren aktiviert werden, indem sie Photonen absorbieren. Die so entstehende Energie wird verwendet, um aus den Molekülen Radikale zu bilden.

Physikalische Eigenschaften:
Ein gewaltiger Vorteil der lichthärtenden Komposite liegt in den physikalischen Eigenschaften der ausgehärteten Produkte. Durch den höheren Polymerisationsgrad weist das Produkt eine größere Härte- und Abrasionsfestigkeit auf, die durch die Füllstoffe noch verstärkt wird. Diese Füllstoffe sind in der Regel anorganisch und können unterschiedliche Eigenschaften haben. Zuerst verwendete man Makrofüllstoffe, die aus gemahlenem Quarz, Glas o. ä. produziert wurden und splitterförmig sind. Durch diese Form bedingt waren die Komposite anfangs nicht polierbar. Heute werden in der Regel Mikrofüller aus SiO2 als Füllstoff verwendet, die eine kugelförmige Struktur haben und durch ihre Ebenmäßigkeit die Kunststoffe auch polierbar machen. So werden dem Komposit auch Splitter des auspolymerisierten Komposites beigemengt, was die Oberflächenstruktur und Polierbarkeit verbessert hat. Der prozentuale Anteil an Füllkörpern konnte damit auf ungefähr 70% gesteigert werden.