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Kunststoffe

Kunststoff – ein Material, das von jeher eine bedeutende Rolle in der herausnehmbaren Prothetik gespielt hat! Doch Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff. So zählt PMMA (Polymethylmethacrylat) immer noch zur innovativsten Generation und wird als nahezu idealer Kunststoff für alle Anwendungsbereiche anerkannt. Heiß- und Kaltpolymerisate als dentale Universalkunststoffe sind in der modernen Kunststoffprothetik nicht mehr wegzudenken. PEEK sowie andere Komposithybride als Hochleistungskunststoff finden ihre Anwendung in der Zahntechnik und werden vielfach als hervorragende Alternative gerade im Bereich der metallfreien Basisversorgungen angesehen und vermehrt eingesetzt. Gleiches gilt für die weiterentwickelten High Impact-Prothesenkunststoffe, die mit ihren außergewöhnlichen Eigenschaften im Hinblick auf Bruchstabilität und Sprödigkeit die hohen Ansprüche von Zahnärzten und Patienten erfüllen.

Neue Materialien, neue Technologien:
Und wenn man denkt, man sei am Ende der Materialentwicklung angekommen, eröffnen sich neue Einsatzmöglichkeiten für die modernen Kunststofftechnologien. Kunststoffmaterialien fanden schnell Einzug in die subtraktive digitale CAD/CAM-gestützte Technologie und werden zur Herstellung von temporären Versorgungen, Aufbissschienen und Bohrschablonen bis hin zum Fräsen von Prothesen-basismaterialien genutzt. Die heute zur Verfügung stehenden Fräsrohlinge sind ausgesprochen hoch-wertige Materialien. Auch Zähne können im Fräsverfahren hergestellt werden, erfüllen jedoch noch nicht die Kundenanforderungen nach Qualität und Ästhetik. Die Anwendungstechnik für dental-medizinische Kunststoffe ist noch nicht am Ende ihrer Entwicklung.

Komposite

Eigenschaften: Für Verblendungen aus Kunststoff werden heute lichthärtende Kunststoffe eingesetzt. Zumeist sind es Composite, die aus verschiedenen Bestandteilen bestehen und sich durch eine hohe Homogenität und sehr gute physikalische Werte auszeichnen: …

Kunststoffe PMMA

Kunststoffe bei der Zahnersatzherstellung: Zur Herstellung von prothetischer Versorgung, wie auch der Kunststoffzähne, benötigt man ein Werkstoff der sich mit Härte, Steifigkeit, Druck-, Zug- und Biegefestigkeit auszeichnet. …

Komposite

Eigenschaften:
Für Verblendungen aus Kunststoff werden heute lichthärtende Kunststoffe eingesetzt. Zumeist sind es Komposite, die aus verschiedenen Bestandteilen bestehen und sich durch eine hohe Homogenität und sehr gute physikalische Werte auszeichnen: In der Regel sind sie form- und farbstabil, sehr hart, abriebfest und zäh und dabei gleichzeitig noch druckfest mit einem hohen Elastizitätsmodul. Wie der Name „Komposite“ schon andeutet, sind diese Massen Mischpolymerisate, bei denen die Eigenschaften von den verschiedenen Zutaten beeinflusst werden.

Chemischer Ablauf:
Die Polymerisation von Composite läuft in drei Stufen ab:
1. Startreaktion (Initiation)
2. Wachstumsreaktion (Propagation)
3. Abbruchreaktion (Termination).

Physikalische Reaktion:
In den 70er-Jahren kamen für die Lichthärtung UV-Lampen auf den Markt. Der Vorteil war, dass für die Aushärtung des Kunststoffes nur eine Komponente nötig war und das Anmischen des Kunststoffes aus zwei Komponenten wegfiel. Der Nachteil lag allerdings im gesundheitlichen Bereich bei der Anwendung: Durch die Nähe zu Haut und Augen bestand das Risiko der Erblindung bzw. für Hautkrebs. Bereits 1978 wurden sie durch Blaulichtlampen abgelöst, die eine wesentlich geringere Gefahr für den menschlichen Organismus waren. Seitdem wurden diese Lampen in ihrer Wirksamkeit stetig verbessert. Die Blaulichtlampen bewirken, dass die Moleküle der Fotoinitiatoren aktiviert werden, indem sie Photonen absorbieren. Die so entstehende Energie wird verwendet, um aus den Molekülen Radikale zu bilden.

Physikalische Eigenschaften:
Ein gewaltiger Vorteil der lichthärtenden Komposite liegt in den physikalischen Eigenschaften der ausgehärteten Produkte. Durch den höheren Polymerisationsgrad weist das Produkt eine größere Härte- und Abrasionsfestigkeit auf, die durch die Füllstoffe noch verstärkt wird. Diese Füllstoffe sind in der Regel anorganisch und können unterschiedliche Eigenschaften haben. Zuerst verwendete man Makrofüllstoffe, die aus gemahlenem Quarz, Glas o. ä. produziert wurden und splitterförmig sind. Durch diese Form bedingt waren die Komposite anfangs nicht polierbar. Heute werden in der Regel Mikrofüller aus SiO2 als Füllstoff verwendet, die eine kugelförmige Struktur haben und durch ihre Ebenmäßigkeit die Kunststoffe auch polierbar machen. So werden dem Komposit auch Splitter des auspolymerisierten Komposites beigemengt, was die Oberflächenstruktur und Polierbarkeit verbessert hat. Der prozentuale Anteil an Füllkörpern konnte damit auf ungefähr 70% gesteigert werden.

Kunststoffe PMMA

Kunststoffe bei der Zahnersatzherstellung:
Zur Herstellung von prothetischer Versorgung, wie auch der Kunststoffzähne, benötigt man einen Werkstoff der sich mit Härte, Steifigkeit, Druck-, Zug- und Biegefestigkeit auszeichnet. In der Zahntechnik finden die Polymethylmetakrylate ihre Verwendung, kurz PMMA.

Prothesenbasenmaterial PMMA – Heißpolymerisate:
Vorteile:

  • gute Verbindung mit angerauten Kunststoffzähnen
  • geringe Schrumpfung (bei Nachpress-Verfahren)
  • lange Verarbeitungsbreite
  • Farbebeständigkeit
  • hoher Polymerisationsgrad
  • gute Passgenauigkeit

Nachteile:

  • hoher Energie- und Materialverbrauch
  • aufwendiges Ausarbeiten und Polieren
  • wasserempfindlich

Prothesenbasenmaterial PMMA – Heißpolymerisate:
Vorteile: 

  • leichtes Ausarbeiten und Polieren
  • Material- und Energiesparend
  • gute Bearbeitung

Nachteile:

  • kurze Verarbeitungsbreite
  • Mikroporositäten
  • niedrigeren Polymerisationsgrad
  • größere Polymerisationsschrumpfung
  • höheres Restmonomergehalt

Bei uns verwendete Materialien

Candulor Aesthetic

Basismaterial Heisspolymerisat
Verarbeitungsanleitung

Candulor Aesthtetic

Autopolymerisat Kaltpolymerisat
Verarbeitungsanleitung

Candulor Aesthetic

ColorSet Easy
Verarbeitungsanleitung

Candulor

Kunststoff Allergien
Informationsbroschüre

Heraeus Signum


Gebrauchsinformation

Kunststoffzähne

Ivoclar Vivadent
EU-Sicherheitsdatenblatt

SR Ivocron


Verarbeitungsanleitung