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Zahngesundheit

Hier erhalten Sie wertvolle Tipps, wie Sie Ihre Zähne optimal pflegen und schützen, sowie Informationen über Inhalts- und Wirkstoffe von Zahnpasten und Spülungen und deren Einsatzgebiete.

Haben Sie schon einmal so richtig unter Zahnschmerzen gelitten? Dann wissen Sie, wie sehr Ihre Lebensqualität darunter leidet. Kranke Zähne verursachen nicht nur Schmerzen, allzu oft haben sie auch nachteilige Auswirkungen auf unseren gesamten Körper. Veränderte Ernährungsgewohnheiten sowie eine unzureichende Zahn- und Mundhygiene sind die häufigsten Ursachen für das Auftreten von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen. Gesunde und schöne Zähne sind keine Selbstverständlichkeit.

Die professionelle Mundhygiene

Gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch ein Leben lang – mit der richtigen Prophylaxe kann jeder dieses Ziel erreichen. Je früher man damit beginnt, desto eher können Eingriffe durch den Zahnarzt vermieden werden. …

Fluoridierung

Als Fluorid-Anion gelöst kommt Fluor praktisch überall in Süßwasser, Meerwasser, im Boden, in Lebensmitteln (Schwarztee, Fisch, Kräuter) sowie in verschiedenen Körperflüssigkeiten und Geweben von Menschen, Tieren und …

Gesunde Zähne von Anfang an

Zahnpflege und Mundhygiene sind entscheidende Voraussetzungen für Wohlbefinden und Ge-sundheit. Bereits die werdenden Mütter sollten, im Interesse ihres ungeborenen Kindes, der eigenen Mundhygiene …

Gesundes Zahnfleisch

Neigt Ihr Zahnfleisch zu häufigem Bluten, dann ist es ratsam einen Kontrolltermin beim Zahnarzt auszumachen, denn unbehandelt könnten Sie Ihre Zähne verlieren. Das Zahnfleisch ist hell-rosa, bedeckt den Kieferknochen und …

Kinder beim Zahnarzt

Für eine angstfreie Behandlung von Kindern sind gewisse Rahmenbedingungen unbedingt not-wendig: Eltern müssen für eine erfolgreiche Behandlung mit dem Arzt zusammenarbeiten. Dass bedeutet einerseits, dass die Eltern darüber den aufgeklärt werden müssen …

Knirschen

Viele Menschen lassen Ihren täglichen Stress durch nächtliches Knirschen (Bruxismus) an ihren Zähnen aus. Dabei werden Druckkräfte von bis zu 100 kg und mehr auf die Zähne freigesetzt. Schäden an Zähnen, Kiefergelenk und der Kaumuskulatur sind unvermeidlich. …

Orthomolekulare Medizin

Schon der berühmte griechische Arzt Hippokrates sagte: „Deine Nahrung soll deine Medizin sein.“ Das heutige Ernährungsbewusstsein wurde zum Großteil in den 60er Jahren durch Professor Linus Pauling, Pionier der Biochemie und zweifacher Nobelpreisträger, geprägt. …

Richtig Zähne putzen

Die korrekte Mundhygiene lässt sich am besten mit Hilfe Ihres Zahnarztes erlernen. Er gibt gerne Auskunft über die richtige Technik und weist auch auf eventuelle Problemzonen im Mundbereich hin. Grundsätzlich gilt: Putzen Sie zwei bis drei Minuten und immer von …

Tipps für empfindliche Zähne

Auf den ersten Blick sehen die Zähne oft vollkommen gesund aus, doch sobald sie mit Heißem, Kaltem, Süßem oder Saurem in Berührung kommen, durchzuckt ein stechender Schmerz das Gebiss. Schon jeder vierte Österreicher leidet unter …

Tipps für Schwangere

Schwangere sollten unbedingt einen Kontrolltermin beim Zahnarzt ausmachen. Bei ge-planten Schwangerschaften am besten schon vorher. Durch die Hormonumstellung weicht sich das Zahnfleischgewebe etwas auf. …

Vorsicht Zahnerosion

Erosion ist uns als Begriff aus der Natur bekannt, z .B. das Ab-schmelzen und der damit verbundene Substanzverlust bei Gletschern. Dies ist ein zu-nehmendes Problem für die Natur. Was beim Gletscher im großen Mass-stab passiert, …

Was ist Karies

Damit Karies entstehen kann, müssen mehrere Faktoren in-einandergreifen. Die Kariesbildung ist also ein multifaktorielles Geschehen. In der Zahnplaque, einem zähen Belag auf der Zahnoberfläche, befinden sich karieserregende Bakterien. …

Zahnschutz beim Sport

Fast die Hälfte aller Sportler verletzt sich bei Unfällen im Bereich oberhalb der Schultern. In Anbetracht dieser statistischen Fakten ist die Tatsache, dass immer mehr Rad- und Schifahrer mit Helm unterwegs sind, erfreulich. Aller-dings wird dadurch …

Die professionelle Mundhygiene

Gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch ein Leben lang – mit der richtigen Prophylaxe kann jeder dieses Ziel erreichen. Je früher man damit beginnt, desto eher können Eingriffe durch den Zahnarzt vermieden werden.

So lautet der richtige Ansatz für gesunde und gepflegte Zähne. Denn gerade in der Zahnmedizin ist es möglich, Erkrankungen zu vermeiden oder frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, bevor sie zu schwerwiegenden Problemen führen. Bei der Vorbeugung gegen Karies und Parodontitis reicht regelmäßiges Zähneputzen allein leider nicht aus. Deshalb bietet Ihnen Ihr Zahnarzt zur Ergänzung der häuslichen Zahnpflege sinnvolle Prophylaxe-Maßnahmen an, die direkt in der Praxis durchgeführt werden.
Die professionelle Mundhygiene wird auf die individuelle Situation des Patienten angepasst, läuft aber in etwa so ab: Zuerst wird eine gründliche Untersuchung des Gebisses vorgenommen. Danach werden die Beläge auf der Zahnoberfläche, in den Zahnzwischenräumen und in den Zahnfleischtaschen mit speziellen Instrumenten entfernt. Gerade diese Bereiche erreicht man beim Zähneputzen zu Hause nur schwer. Auch Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder Zigarettenkondensat sind nach dem Einsatz von Spezialinstrumenten, z.B. eines Pulverstrahlgeräts, verschwunden. Sind die harten Beläge entfernt, sind die Weichen an der Reihe. Dazu werden verschiedene Handinstrumente, kleine Bürstchen und Zahnseide verwendet. Weil Bakterien sich zuerst an rauen Stellen und in Nischen festsetzen, folgt als Nächstes die Politur, um die Zähne zu glätten. Anschließend werden die gereinigten Zahnflächen mit einem Fluoridlack überzogen. Das schützt die Zahnoberflächen vor Säureattacken der Mundbakterien. Die Zeitabstände in denen eine professionelle Behandlung vorgenommen werden sollte, sind je nach Erkrankungsrisiko verschieden.
Mit der richtigen täglichen Mundhygiene, unterstützt durch professionelle Mundhygiene und regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt, lassen sich Karies und Zahnfleischerkrankungen deutlich reduzieren.

Fluoridierung

Als Fluorid-Anion gelöst kommt Fluor praktisch überall in Süßwasser, Meerwasser, im Boden, in Lebensmitteln (Schwarztee, Fisch, Kräuter) sowie in verschiedenen Körperflüssigkeiten und Geweben von Menschen, Tieren und Pflanzen vor.

Der Zusammenhang zwischen Fluorid und gesunden Zähnen ist seit den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts bekannt, als stark erhöhte natürliche Fluoridkonzentrationen im Trinkwasser in einigen Gebieten der USA als Ursache für Zahnschmelz-Verfärbungen festgestellt wurde. Gleichzeitig zeigte sich ein auffallend niedrigerer Kariesbefall in den betroffenen Regionen. Voraussetzung für eine optimale Kariesprophylaxe sind ein ausreichendes Fluoridangebot in der Phase vor der Schmelzbildung und -reifung sowie in der Phase danach, da der reife Schmelz gegenüber Säureattacken besonders gefährdet ist, dafür aber auch verstärkt Fluorid aufnimmt. Dabei spielen sich die entscheidenden kariesschützenden Mechanismen in jedem Fall an der Oberfläche des Zahnes ab. Mit der, in unseren Breiten üblichen, Ernährung nehmen Erwachsene täglich etwa 0,4-0,6 mg Fluorid zu sich. Für einen optimalen Kariesschutz wird ab dem 6. Lebensmonat, also ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns, eine zusätzliche Fluoridzufuhr empfohlen.

Das Putzen der Zähne mit fluoridhältigen Zahnpasten ist heute der am meisten verbreitete Weg der Fluoridierung. Gängige Kinderzahnpasten enthalten zwischen 250 und 500 ppm (parts per million) Fluorid. Die Anwendung von Fluorzahnpasta ist ab dem Durchbruch des ersten Milchzahnes bis zum zweiten Geburtstag nur einmal täglich empfehlenswert, anschließend zweimal täglich bis zum Schuleintritt. Gerade Kleinkinder neigen dazu, die Zahnpasta zu verschlucken, daher sollten nur kleine Mengen verwendet werden. Daher sollte auf Pasten mit den verschiedenen Geschmacksrichtungen verzichtet werden, weil diese die Schluckwahrscheinlichkeit weiter erhöhen. Ab Schulbeginn sollten Kinder ihre Zähne mit fluoridierter Zahnpaste für Erwachsene putzen.

Der Einsatz von höher dosierten Maßnahmen in Form von Mundspülungen, Lacken oder Gele beschränkt sich auf Gruppen, die zu angemessenem Zähneputzen nicht befähigt sind, sowie auf Personen mit erhöhtem Kariesrisiko und sollte nur in Absprache mit Ihrem Zahnarzt erfolgen um eine Überdosierung zu vermeiden. Es sollte auch der Fluoridgehalt des vorhandenen Trinkwassers in die Entscheidung mit einbezogen werden.

Auch beim Einsatz systemischer Fluoridierungsmaßnahmen (Trinkwasser, Speisesalz, Fluorid in Tablettenform) spielen lokale Effekte und vor allem die Anreicherung von resorbierten Fluoriden im Speichel eine Rolle.

Eine Maßnahme zur Fluoridbasierten Kariesprophylaxe auf Populationsebene ist die Fluoridierung von Speisesalz. In der Schweiz wurden erste Ansätze bereits in den 50er Jahren begonnen. Heute enthält fluoridiertes Speisesalz in der Schweiz standardmäßig 250mg Fluorid pro kg, der Marktanteil dieser Salze liegt im Haushaltsbereich seit Jahrzehnten bei 80-85%. In etlichen anderen europäischen Ländern wird fluoridiertes Speisesalz (meist in Verbindung mit Jod) ebenfalls angeboten, ein relevanter Marktanteil ist allerdings nur in Deutschland (ca. 50%) und Frankreich (40-50%) gegeben. In Österreich liegt der Marktanteil derzeit unter 5%.

Egal für welche Methode Sie sich entscheiden, es sollte immer auf eine ausreichende Fluoridzufuhr geachtet werden um den Zähnen einen angemessenen Schutz zu bieten.

Gesunde Zähne von Anfang an

Zahnpflege und Mundhygiene sind entscheidende Voraussetzungen für Wohlbefinden und Gesundheit. Bereits die werdenden Mütter sollten, im Interesse ihres ungeborenen Kindes, der eigenen Mundhygiene großes Augenmerk schenken. Denn Bakterien die Karies verursachen, werden erst durch den Speichel der Eltern auf das Kleinkind übertragen. Speichel und Bakterien werden über einen abgeleckten Schnuller, den Löffel beim Abschmecken der Nahrung oder auch beim Küssen übertragen. Dieses Risiko sollte durch eine gezielte Kariesprophylaxe der Eltern reduziert werden.

Bereits vor dem ersten Zahn ist die Mundhygiene ein wichtiges Thema für die gesunde Entwicklung des Babys. Milchzähne sind besonders Kariesgefährdet und benötigen von Anfang an eine sehr sorgfältige Pflege. Die erste Karies kann bereits durch das Fläschchen ausgelöst werden: Babymilch und Kindertees enthalten Zucker, der den Kariesbakterien als Nährstoff dient. Lassen Sie Ihr Kind daher nicht zu lange an der Flasche nuckeln – vor allem nicht nachts! Stillen Sie den Durst Ihres Babys am besten mit ungezuckertem Tee oder Wasser.

Ebenfalls ist es schon in früher Kindheit ratsam, den Zahnarzt regelmäßig aufzusuchen. Schließlich gilt es nicht nur den Zustand der Zähne zu überprüfen, sondern darüber hinausgehende Fragestellungen, wie zum Beispiel Zahnstellung und eventuell notwendige Regulierungen vorzeitig zu besprechen oder Ernährungtipps einzuholen. Die Zahnpflege des Kleinkindes unterscheidet sich grundlegend von der Zahn- und Mundhygiene eines jungen Menschen in der Pubertät oder gar eines älteren Menschen, der bereits die Lebensmitte überschritten hat. Für alle Altersstufen sind die Zahnärzte die richtigen Ansprechpartner, die Ihnen bei Ihren Fragen und Problemen zur Seite stehen.

Ist der erste Zahn da, sollte auch mit der regelmäßigen Mundhygiene begonnen werden. Reinigen Sie einmal täglich vorsichtig Zahnfleisch und Milchzähne. Verwenden Sie eine passende Kinderzahnbürste und eine linsengroße Menge Kinderzahnpaste mit kindgerechtem Fluoridgehalt (500 ppm = parts per million). Dadurch werden die ersten Zähne von Anfang an mit genügend Fluorid versorgt.

Eine fluoridhaltige Zahnpaste ist wichtig, weil Fluorid bei der Kariesvorbeugung eine wichtige Rolle spielt: Fluorid beschleunigt die Wiedereinlagerung von Mineralien in den Zahnschmelz und verbessert somit ihre Säureresistenz.

Die sorgfältige Pflege der ersten Milchzähne ist, neben einer gesunden Ernährung, die wichtigste Maßnahme der Mundgesundheit. Denn Milchzähne dienen als Platzhalter für die bleibenden Zähne, sichern ihre Position und bestimmen ihre spätere Stellung. In von Karies befallenen Milchzähnen entstehen eitrige Entzündungen, die auch den unter dem Milchzahn liegenden Zahnkeim beschädigen können. Untersuchungen zeigen: Ob und in welchem Ausmaß die Milchzähne von Karies befallen sind, hängt entscheidend vom Verhalten der Eltern ab. Kinder, deren Eltern schon früh mit der Zahnpflege bei ihrem Kind beginnen und selbst die Zähne ihres Kindes regelmäßig von allen Seiten sauber putzen, haben deutlich weniger Karies. Kinder mit einem Kariesfreien Milchgebiss haben eine 90%ige Chance auf Zahngesundheit im bleibenden Gebiss.

Ab dem ersten Milchzahn sollten Sie täglich vor dem Schlafengehen die Zähne Ihres Kindes putzen. Achten Sie darauf, dass Sie die Milchzähne an allen Seiten von Zahnbelägen befreien. Eltern putzen so lange alle Milchzähne ihres Kindes, bis das Kind selbst zum Zähneputzen fähig ist. Auch im Volksschulalter ist es noch wichtig, dass Eltern die Zähne ihrer Kinder von allen Seiten gründlich nachputzen. Auch das Ausspucken der Zahnpaste sollte geübt werden. Es sollte nur einmal mit wenig Wasser ausgespült werden, damit durch den Fluoridanteil in der Zahnpaste die Remineralisation des Zahnschmelzes gefördert werden kann.

Phasenweise wehren sich Kinder gegen die Zahnpflege. Da hilft Ablenkung am besten. Erzählen Sie zum Beispiel eine Geschichte beim Zähneputzen oder singen Sie ein Lied. Machen Sie aus dem Thema „Mundhygiene“ keine große Sache, sondern gehen Sie eher spielerisch und phantasievoll damit um. Drohen Sie auf keinen Fall mit dem „Zahnarztbesuch“, das macht Kindern nur unnötige Angst vor dem Zahnarzt und ist keinesfalls förderlich. Bedenken Sie auch, dass Sie als Eltern die wichtigsten Vorbilder für Ihre Kinder sind. Nur wenn Sie selbst regelmäßig und gründlich Ihre Zähne putzen, wird auch für Ihre Kinder die tägliche Zahnpflege zur Selbstverständlichkeit.

Wenn die bleibenden Zähne da sind, müssen sie natürlich ebenfalls gründlich gereinigt werden. Zwar können Kinder ab sechs Jahren ihre Zähne selbst putzen, trotzdem aber sollten Eltern bis zum 10. Lebensjahr überprüfen, ob die Zähne der Kids wirklich gut gereinigt sind. Wichtig ist, dass die Zahnbürste mindestens alle drei Monate gewechselt wird. Fluoridierung schützt gegen Karies, Kinder sollten daher ab dem 6. Lebensjahr eine Zahncreme mit erhöhtem Fluoridgehalt verwenden (1.000 ppm).

Verbieten Sie Ihrem Kind nicht generell das Naschen, sondern erklären Sie lieber warum Süßigkeiten den Zähnen schaden, und legen Sie geregelte „naschfreie“ Tageszeiten fest. Die richtige Ernährung ist für die Zahngesundheit ebenso wichtig wie die regelmäßige und gründliche Reinigung der Zähne. Abwechslungsreiche Vollwertnahrung mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen ist Voraussetzung für eine gute Entwicklung der Kinderzähne und das Kauen harter Lebensmittel stärkt das Gebiss.

Mit ca. 12 Jahren ist das Gebiss komplett. Doch in der Regel ist die Schmelzstruktur neu durchgebrochener Zähne während der Pubertät noch nicht vollständig ausgereift. Besonders in den Wachstumsphasen sind bei Jugendlichen oft die Abwehrkräfte geschwächt was mit einer Anfälligkeit für Zahn- und Munderkrankungen verbunden ist. Unabhängig davon, ob eine Zahnspange getragen wird oder nicht, ist es wichtig, dass die Zähne täglich gründlich von Plaque befreit werden. Auch die regelmäßige zahnärztliche Kontrolle und professionelle Mundhygiene ist wichtig.

Auch im Erwachsenenalter sollte die Zahnpflege auf keinen Fall vernachlässigt werden. Durch die Verwendung von Zahnpaste mit Fluorid und speziellen Wirkstoffen gegen Plaquebakterien, dem Gebrauch der richtigen Zahnbürste, von Zahnseide und Mundspülung ist die beste Prophylaxe gegen Zahnverfall und Entzündungen gewährt. Damit das wichtige Fluorid im Mund bleibt, sollte die Zahnpaste nach dem Putzen nur ausgespuckt werden und nicht mit Wasser nachgespült werden. Um Bakterien im Mundraum effektiv zu reduzieren, sollte neben Zähnen und Zahnfleisch auch die Zunge täglich gereinigt werden, denn Bakterien in der Mundhöhle sind die Ursache von nahezu allen Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleisches.

Beachten Sie das sich das Zahnfleisch bereits ab dem Alter von 35 zurückbilden kann – dies ist ein natürlicher, altersbedingter Prozess. Gründe für den altersbedingten Zahnfleischrückgang sind ein verlangsamter Zellerneuerungs-prozess und ein Nachlassen der Festigkeit des Zahnfleisches.

Für die lang anhaltende Stärkung des Zahnfleisches ist die Verwendung einer speziellen Zahnpaste besonders wichtig. Denn mit dem Rückgang des Zahnfleisches steigt die Gefahr von Zahnhalskaries und Wurzelkaries.

Die Empfindlichkeit der Zähne kann ab dem 40. Lebensjahr zu einem Problem werden, wenn Bereiche der Zahnwurzel freiliegen. Sollten Sie Empfindlichkeit feststellen, testen Sie eine Zahnpaste für sensible Zähne und gehen Sie außerdem zur zahnärztlichen Kontrolle.

Gesundes Zahnfleisch

Neigt Ihr Zahnfleisch zu häufigem Bluten, dann ist es ratsam einen Kontrolltermin beim Zahnarzt auszumachen, denn unbehandelt könnten Sie Ihre Zähne verlieren.

Das Zahnfleisch ist hell-rosa, bedeckt den Kieferknochen und liegt eng am Zahnhals an – vorausgesetzt es ist gesund. Sobald sich jedoch Beläge am Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch ablagern, schafft man ideale Bedingungen für Bakterien. Dadurch entzündet sich zunächst der Zahnfleischrand (Gingivitis), der sich schließlich vom Zahn löst und sogenannte Taschen bildet. Immer weiter schieben sich die Beläge, die sich immer mehr verfestigen (Zahnstein), mit den Bakterien in die Tiefe. Auch Speisereste gelangen in die Taschen. Mit der Zahnbürste gelangt man nun nicht mehr an diese Stellen. Die Bakterien können sich ungestört weiter vermehren und auch Karieslöcher verursachen. Das Zahnfleisch ist stark entzündet, schwillt an, schmerzt, blutet und meist entsteht auch ein unangenehmer Mundgeruch aus dem Gemisch der Speisereste und Bakterien. Wenn man gegen die Zahnfleischtaschen drückt, kann weißliches Sekret austreten.

Das hat zur Folge, dass sich das Zahnfleisch zurück bildet (lange Zähne). Schließlich wird auch der Kieferknochen angegriffen. Der Zahn kann seinen Halt verlieren. Permanentes Zahnfleischbluten stellt auch noch eine weitere Gefahr für die körperliche Gesundheit dar. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass das Herzinfarktrisiko dadurch gesteigert wird. Ebenso bekommen Zuckerkranke aufgrund ihrer Stoffwechselstörung eher bakteriell bedingte Entzündungen (Parodontitis) und diese dann schwerer in den Griff. Solange das Zahnfleisch gesund bzw. nur leicht entzündet ist, schafft man es jedoch, mit guter Zahnputztechnik und Zahnseide die Beläge selbst zu entfernen. Zeigen sich aber stärkere Beschwerden, muss eine Tiefenreinigung beim Zahnarzt durchgeführt werden. Dabei wird geprüft, wie tief die Taschen sind, ob das Gewebe stark blutet, ob die Zähne noch fest sitzen usw.. Danach werden mit speziellen Instrumenten die Ablagerungen aus den Taschen herausgeholt, die tatsächlich hart wie Stein sind. Das kann bei starker Ausbreitung einige Zeit in Anspruch nehmen und auch mehrere Sitzungen notwendig machen. Natürlich werden auch die weichen Beläge oberhalb des Zahnfleischrandes gleich mit entfernt und die Zähne gereinigt und poliert, um einem Rückfall vorzubeugen.

Die Basis für gesundes Zahnfleisch ist dann wieder geschaffen. Jetzt liegt es am Patienten, dass es auch so bleibt. Und das geht ganz einfach indem er nun für tägliche gründliche Zahnreinigung sorgt. Der Zahnarzt oder die Prophylaxe-assistentin wird bei Bedarf auch die richtige Putztechnik erklären. Bei regelmäßigen Nachkontrollen kann man schon rechtzeitig bei eventuellen neuerlichen Entzündungen eingreifen, bevor größere Maßnahmen notwendig sind.

Sollte der Zahnarzt tief greifende Entzündungen feststellen, sind mitunter chirurgische Maßnahmen notwendig. Unter örtlicher Betäubung wird das Zahnfleisch aufgeklappt, um die Probleme besser erkennen und tiefer liegende Schäden behandeln zu können. Dann wird die Wunde geklebt oder genäht. Zur Reduktion von Bakterien im Mund werden während der Heilungsphase oft Mundspülungen verordnet. Damit Zahnstein jedoch erst gar keine Chance hat, sich einzunisten und Schäden anzurichten, hilft nur regelmäßige, gründliche Mundhygiene und je nach Bedarf ein- oder mehrmals jährlich auch professionelle Reinigung beim Zahnarzt.

Kinder beim Zahnarzt

Für eine angstfreie Behandlung von Kindern sind gewisse Rahmenbedingungen unbedingt notwendig: Eltern müssen für eine erfolgreiche Behandlung mit dem Arzt zusammenarbeiten. Dass bedeutet einerseits, dass die Eltern darüber aufgeklärt werden müssen wie die Behandlung ablaufen wird und andererseits wie sie sich vor, während und nach der Behandlung verhalten sollen. Es bedeutet aber auch, dass sie den Anweisungen des Arztes während der Behandlung folgen müssen, auch wenn ihnen diese seltsam oder unverständlich erscheinen. Wichtig vor der Behandlung ist, dass die Eltern den Tag für das Kind möglichst stressfrei gestalten und sich Zeit nehmen. Weiters sollten die Eltern den Kindern keine Belohnungsgeschenke versprechen. Manche Behandlungen sind schon Belastung genug für das Kind und sich noch dazu ein Geschenk verdienen zu müssen, steigert nur den Stress und bewirkt dann genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen möchte.

Kinder brauchen vor der Behandlung eine gewisse Zeit der Anpassung und danach zur Nachverarbeitung. Vor der Behandlung benötigen die jungen Patienten ca. 10-15 Minuten für die so genannte Orientierungsphase. Auf diese Zeit wird auch in Kindergärten und der Schule Rücksicht genommen. Das Kind orientiert sich in der für sie fremden Umgebung und sucht sich nach etwa 5 Minuten etwas zu spielen oder malen. Das Malen und Spielen lenkt die Kinder erst einmal ab und hat einen beruhigenden Effekt.

Kinder reagieren sehr empfindlich auf jede Veränderung der Rahmenbedingungen. So ist bei Kindern häufig zu beobachten, dass sie sich nach einem Wechsel des Ordinationsraumes auf einmal nicht mehr behandeln lassen. Kehrt man in den gewohnten Behandlungsraum zurück, gibt es kaum Probleme. Auch das umgekehrte Phänomen lässt sich beobachten. Kinder, die schlecht oder gar nicht zu behandeln sind, lassen sich manchmal durch Wechseln des Raums doch behandeln.

Bei ängstlichen Kindern ist es nicht empfehlenswert gleich mit der Behandlung zu beginnen, aber auch bei behandelbaren Kindern sollte man langsam mit der Behandlung beginnen. Viele Kinder wollen genau wissen, mit welchen Instrumenten sie behandelt werden. Es ist notwendig, ihnen diese zu erklären, ohne dabei angstbesetzte Begriffe, wie z.B. Spritze, Zange etc. zu verwenden. Loben, loben und nochmals loben! Oberste Devise ist: Das Kind wird für alles, was es tut, gelobt, wobei oft offen bleibt, wofür das Kind gelobt wird. Dies ist auch nicht wichtig, da sich das Kind aussucht, wofür es gelobt wird. Wenn es den Mund aufmacht, wird es gelobt. Die Zähne werden bewundert und seien sie noch so schlecht. Während wir die Zähne putzen, Loben wir das Kind, wie toll es das macht.

Sollte das Kind uns sagen, dass es weh tut, verwenden wir die Technik des reflektierenden Antwortens. Das heißt wir greifen das Gesagte auf und formulieren es positiv oder neutral um: „Hat es jetzt am Zahn gezogen oder gedrückt?“ In fast allen Fällen erklärt das Kind, dass das was es gespürt hat, entweder ein Ziehen oder Drücken gewesen ist. Damit haben wir das Gespürte wahrgenommen, dem Kind aber ein anderes Gefühl als Schmerz gegeben.

Vor allem nonverbal und durch die Körpersprache kann dem Kind zusätzliche Sicherheit gegeben werden. Durch das Handgeben bei der Begrüßung kommt es zum Beispiel zu einem Spannungsausgleich zwischen Arzt und Patienten und Berührungen im Bauchbereich vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit. Verbal kann man je nach Alter zum Beispiel eine Geschichte zur Ablenkung erzählen.

Sollte dies jedoch alles nichts helfen, gibt auch noch die Möglichkeit zur Hypnose. Kleinkinder z.B. sind sehr leicht mit Geschichten zu faszinieren und mit diesen in Trance zu führen. Kinder ab ca. 5 Jahren sind durch leichte Konfusionstechniken zugänglich. Beispielsweise können der Zahnarzt und die Helferin darüber diskutieren, was der Unterschied zwischen hell- und dunkelblau ist etc.. Aber auch durch die Berührung gewisser Körperpunkte (Schläfen, Bauch,…) kann ein Trancezustand herbeigeführt werden.

Knirschen

Viele Menschen lassen Ihren täglichen Stress durch nächtliches Knirschen (Bruxismus) an ihren Zähnen aus. Dabei werden Druckkräfte von bis zu 100kg und mehr auf die Zähne freigesetzt. Schäden an Zähnen, Kiefergelenk und der Kaumuskulatur sind unvermeidlich.

Morgens wachen die Betroffenen auf und gelegentlich sind auch Überlastungsschmerzen an den Zähnen oder Ver-krampfungen im Kiefer feststellbar. Falls die Zahnreihe dieser Patienten zusätzlich auch noch Unregelmäßigkeiten aufweist, kann sich das nächtliche Zähneknirschen eventuell sogar verstärken. Das kommt daher, dass schief stehende Zähne gelegentlich als Hindernis im Mund wahrgenommen werden und man unbewusst versucht dieses Hindernis in der Nacht aus dem Weg zu räumen. Aus diesem Grund wird auf schief stehenden Zähnen unbewusst gerne „herumgemahlen“.

Häufige Folgen sind unter anderem chronische Zahnschmerzen, Absterben einzelner Zähne durch Überbe-anspruchung, Lockerung einzelner Zähne, chronische Kopf-, Kiefergelenks- oder Nackenschmerzen und irreparable Schäden am Kiefergelenk.

Sollten auch Sie nachts knirschen ist es am Besten wenn Sie Ihren Zahnarzt aufsuchen, denn dieses Problem kann nur individuell gelöst werden, da die Situation bei jedem Patienten eine andere ist. Bei Knirschern sollte die zahnärztliche Behandlung jedoch mit einer Psychotherapie oder Entspannungsübungen ergänzt werden, um einen dauerhaften Erfolg zu garantieren.

Orthomolekulare Medizin

Schon der berühmte griechische Arzt Hippokrates sagte: „Deine Nahrung soll deine Medizin sein.“ Das heutige Ernährungsbewusstsein wurde zum Großteil in den 60er Jahren durch Professor Linus Pauling, Pionier der Biochemie und zweifacher Nobelpreisträger, geprägt. Er erkannte, dass eine optimale Er-nährung zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten dient, da viele chronische Erkrankungen im Zusammenhang mit einem Ungleichgewicht der Biochemie des Körpers, z.B. durch Mängel in der Nährstoffversorgung, entstehen. Prof. Pauling gab der darauf aufbauenden, neuen Therapieform den Namen „orthomolekulare Medizin“ und definierte sie als die Erhaltung der Gesundheit und die Be-handlung von Krankheiten, durch eine Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind.

Der Erhaltung der Gesundheit wie auch der Behandlung von Krankheiten wird in der orthomolekularen Medizin somit gleich viel Bedeutung gegeben.

Zu den körpereigenen Substanzen, die in der orthomolekularen Medizin Bedeutung haben, gehören essenzielle Fettsäuren und Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Aminosäuren, welche für die Erhaltung des Lebens notwendig sind.

Applied Kinesiology:
Die „Applied Kinesiology“ wurde durch Zufall von einem amerikanischen Chiropraktiker entdeckt, als sich die Stärke des Muskels sofort veränderte, sobald therapeutisch relevante Punkte berührt bzw. behandelt wurden. Diese Reaktion kann durch einen Muskeltest Aufschluss über positive (Heilmittel, Zellmittel, Akupunktur, …) wie auch über negative (unverträgliche und toxische Substanzen, Fehlhaltung, Allergene, negative Emotionen, …) geben. Auch Organstörungen, Blockaden der Meridianflüsse wie auch Nahrungs-mittelunverträglichkeiten lassen sich herausfinden. Dem Zahnarzt gibt diese Methode die Möglichkeit, zum Beispiel neue Füllungsmaterialien auszutesten und somit eine allergische Reaktion beim Patienten von vornherein zu verhindern. 

Da Parodontitis vor allem ein Abwehrproblem ist, benötigt der Organismus lebenswichtige Inhaltsstoffe um das Immunsystem zu stabilisieren. Deshalb ist im Zusammenhang mit Parodontitis in den meisten Fällen eine erhöhte Gabe von gepuffertem Vitamin C zu empfehlen.

Sie sollten jedoch nicht auf eigene Faust handeln, denn es ist wenig hilfreich einfach alles an Vitaminpräparaten zu schlucken, was der Markt hergibt, in der Hoffnung potenzielle Mängel damit ausgleichen zu können. Es sollte zuerst einmal mit Hilfe Ihres Arztes festgestellt werden welche Mängel überhaupt bestehen, um dann gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

Richtig Zähne putzen

Die korrekte Mundhygiene lässt sich am besten mit Hilfe Ihres Zahnarztes erlernen. Er gibt gerne Auskunft über die richtige Technik und weist auch auf eventuelle Problemzonen im Mundbereich hin. Grundsätzlich gilt: Putzen Sie zwei bis drei Minuten und immer von Rot nach Weiß, vom Zahnfleisch zum Zahn. Drücken Sie die Bürste nicht zu fest an die Zähne. Die Zahnbürste sollte in einem Winkel von etwa 45 Grad angelegt und leicht angedrückt werden. Den richtigen Putzdruck kann man mit einer Küchenwaage trainieren. Dabei gelten 100g als obere Grenze. Ohne den Winkel der Zahnbürste zu verändern, werden jetzt kleine rüttelnde Hin- und Herbewegungen (halbe Zahnbreite) durchgeführt und die Bürste wird anschließend zur Kaufläche hin abgerollt. Setzen Sie bei jedem Zahn neu an, bis alle Zähne Außen und Innen gereinigt sind. Für die Innenseite der Vorderzähne sollte die Bürste senkrecht gehalten werden. Nur die Zahnflächen dürfen mit waagrechten Bewegungen gebürstet werden.

Tipps für die richtige Zahnpflege:

  • Morgens und abends gründlich die Zähne putzen. Um hartnäckige Speisereste in den Zahnzwischen-räumen zu entfernen, empfiehlt sich zusätzlich der Gebrauch von Zahnseide, Zahnhölzchen oder speziellen Zwischenraumbürstchen.
  • Das Wichtigste ist eine systematische Reinigung – es darf kein Zahn ausgelassen oder vernachlässigt werden!
  • Auch die Zunge sollte man bei der Reinigung nicht vergessen! In fernöstlichen Kulturen ist diese Praxis durch die Bildung von Zahnbelag und Karies schon lange üblich.
  • Verwenden Sie für unterwegs zuckerfreie Zahnpflegekaugummis. Das kurbelt die Speichelproduktion an und sorgt für einen zusätzlichen Reinigungseffekt. Der Speichel neutralisiert Säuren und hilft damit, kleine Zahnschmelzdefekte zu reparieren.

Zungenpflege:
In vielen Kulturen ist das tägliche Reinigen der Zunge eine Selbstverständlichkeit. Nun soll die Zungenreinigung auch bei uns zu einem ganz natürlichen Bestandteil der Mundhygiene werden, denn die Oberfläche der Zunge bietet Bakterien einen idealen Platz zum leben.

Besonders Mundgeruch, aber auch die Beeinträchtigung der Geschmacksfähigkeit und sogar der Gesamtgesundheit können die Folge sein. Und doch ist diese erschreckende Tatsache in der Bevölkerung kaum bekannt.

Die neue Generation von Mundhygieneprodukten bietet schon einige praktische Hilfsmittel, wie zum Beispiel den mechanischen „Zungenschaber“ oder eine Zahnbürste mit integriertem Zungenreiniger, an.

Eine spezielle Zahnpasta vereint wirkungsvollen Karies- und Parodontose-Prophylaxe und Zungen-reinigung in einem, denn durch ihre neue Wirkstoffformel mit Zink hat sie eine antibakterielle Tiefen-wirkung und erreicht damit auch die Bakterienbeläge, die sich in der zerklüfteten Zungenlandschaft ange-siedelt und festgesetzt haben. So werden auch auf dem Zungenrücken die schädlichen Bakterien bekämpft und die Grundlage für langanhaltende Frische des gesamten Mundraumes geschaffen.

Tipps für empfindliche Zähne

Auf den ersten Blick sehen die Zähne oft vollkommen gesund aus, doch sobald sie mit Heißem, Kaltem, Süßem oder Saurem in Berührung kommen, durchzuckt ein stechender Schmerz das Gebiss. Schon jeder vierte Österreicher leidet unter sogenannten empfindlichen Zähnen. Auch wenn Beschwerden in den meisten Fällen kurz nach Kontakt mit dem Auslöser wieder nachlassen, sind sie doch deutliche Anzeichen für ein ernsteres Problem im Bereich des Zahnhalses. Teilen Sie deshalb schmerzliche Erfahrungen mit bestimmten Speisen und Getränken schnellstmöglich Ihrem Zahnarzt mit. Er kontrolliert, ob Füllungen ausgebrochen, undicht geworden, Kronen beschädigt oder Zähne beherdet sind oder ob es andere Ursachen für die Schmerzen gibt.

Grundsätzlich stellt der Zahnhals den Übergangsbereich zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel dar. Im Zahnbein (Dentin) befinden sich viele kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Kanäle, die mit dem Zahninneren in Verbindung stehen und alle äußeren Reize, natürlich auch Schmerzempfindungen, an die Nervenenden weiterleiten. Bei gesunden Zähnen ist der äußerst sensible Zahnhals nicht sichtbar, weil er durch den Zahnschmelz und das Zahnfleisch (Gingiva) gut geschützt ist. Geht jedoch das Zahnfleisch zurück oder ist der Zahnschmelz nicht mehr in Takt, wird das für Kariesattacken und andere negative Einflüsse besonders anfällige Dentin freigelegt und damit auch die vielen feinen Nervenkanäle, die dann überempfindlich auf äußere Reize reagieren. Schmerz ist die Folge, sei es mechanisch durch Berührung mit der Zahnbürste, chemisch (die erwähnte saure oder süße Nahrung) oder eben durch Temperaturreize wie den heißen Tee und das Speiseeis ausgelöst. Die drei Haupt-Problembereiche von freiliegenden Zahnhälsen, die verwundbar sind wie ein Baumstamm, dem die Rinde fehlt, sind:

  • Überempfindlichkeit
  • Dentin-Karies
  • Abtragung von Dentin

Ein Grund für empfindliche Zähne ist der Verlust des schützenden Zahnschmelzes. Etwa wenn man falsch putzt, eine zu harte Zahnbürste oder scheuernde Pasten verwendet, aber auch der häufige Genuss von sehr säurehältigen Nahrungsmitteln nagt am Zahnschmelz. Bulimie-Kranke sind durch das häufig herbeigeführte Erbrechen der Nahrung (Magensäure) besonders gefährdet. Das freiliegende Zahnbein ist sehr anfällig für so genannte Wurzel-Kariesattacken. Denn Krankheitskeime und deren Abbauprodukte können leicht in die Dentinkanäle eindringen und die Zahnsubstanz schädigen. Dies macht sich durch kleine gelbliche Flecken auf der Oberfläche des Zahnhalses und der Wurzel bemerkbar. Dann dauert es nicht lange, bis sich Karies immer weiter in die Tiefe frisst, große dunkle Stellen entstehen oder sogar regelrechte Löcher. Dies bedarf dann schon besonderer Techniken, betroffene Zähne mit Füllungen zu reparieren.

Der zweite Grund ist die Rückbildung des Zahnfleisches. Zu den Ursachen für die Rückbildung von Zahnfleisch zählen ungeeignete Zahnputztechniken, natürliche Alterungsprozesse, vor allem aber chronische Entzündungen: Ausgelöst wird die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) durch einen klebrigen Zahnbelag (Plaque), der an den Zahnfleischrändern und in den Zahnzwischenräumen haftet und sich mit der Zeit immer tiefer ins Zahnfleisch vorschiebt. Der Belag enthält eine Vielzahl von krankheitserregenden Bakterien, die den mit der Nahrung aufgenommenen Zucker verarbeiten und schädigende Substanzen abgeben. Erste Anzeichen für eine Erkrankung sind ein gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch und Zahnfleischbluten. Mit der Zeit greift die Entzündung auf den gesamten Zahnhalteapparat über (Parodontitis). Schließlich weicht das Zahnfleisch immer mehr zurück, der Zahnhals liegt frei und ist den verschiedenen Reizen (heiß, kalt, süß, sauer) schutzlos ausgesetzt. Zur Vorbeugung sollte Zahnbelag daher regelmäßig mit gründlicher Mundpflege entfernt werden. Zusätzlich empfiehlt sich eine professionelle Zahnreinigung alle 6 Monate. Gut für den Zustand des Zahnfleisches ist auch eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Ein erhöhtes Risiko für Zahnfleischentzündung haben übrigens Raucher, Diabetiker, Schwangere und Frauen die die Antibabypille nehmen. Auch die genetische Disposition und die individuelle Abwehr des Patienten spielen hier eine Rolle.

Liegt das Zahnbein frei, ist die Gefahr weiterer Schädigung besonders groß. Denn Dentin ist weicher als der Schmelz. Wer nun mit scheuernden Pasten und ungeeigneter Putztechnik (falsch: horizontal putzen!) wild drauflos schrubbt oder zu häufig putzt, verursacht Kratzer und Rillen im Dentin bis hin zu keilförmigen Schäden. Säure aus Nahrung und Getränken führt weiter zum Verlust von Zahnsubstanz. Menschen, bei denen bereits die Zahnhälse freiliegen, geraten oft in einen Teufelskreis, wenn sie beim Putzen Schmerzen verspüren:

Sie vernachlässigen dann nämlich häufig die Mundhygiene. Die Folge ist, dass Zahnablagerungen nicht oder nicht gründlich genug entfernt werden. Das erhöht einerseits das Risiko für Zahnhalskaries, andererseits begünstigen größere Plaquemengen wiederum Gingivitis. Wenn sich das Zahnfleisch zurückbildet oder sich freiliegende Zahnhälse zu verfärben beginnen, ist es allerhöchste Zeit, den Zahnarzt aufzusuchen. Am besten ist es natürlich, es durch regelmäßige Zahnarztbesuche und gute Mundhygiene erst gar nicht so weit kommen zu lassen.

Ist jedoch eine Behandlung notwendig, ist es ihr Ziel die Empfindlichkeit der Zahnhälse zu verringern. So kann man zum Beispiel die Dentinkanälchen mechanisch verschließen. Fluoridierungsmaßnahmen sind besonders wichtig, um das Risiko von Zahnhalskaries zu senken. In der Zahnarztpraxis werden zum Schutz der Zahnhälse Lacke, Beschichtungen, Versiegler und Gele mit hohen Fluoridkonzentrationen verwendet, größere Schäden mit Kunststofffüllungen abgedichtet. Anschließend ist der Patient gefordert, mit entsprechenden Maßnahmen zu Hause mitzuhelfen, den Schmerz zu vertreiben. Wichtig sind dabei auf empfindliche Zähne abgestimmte Produkte, die sanft reinigen und die Substanzen enthalten, die ebenfalls darauf abzielen, die Dentinkanälchen zu verschließen. Aminfluorid hat sich dabei als besonders wirksam erwiesen, die Überempfindlichkeit herabzusetzen, weil es in die Dentinkanälchen eindringt und sie abdichtet. Auch vor Dentinkaries wird ein Schutz aufgebaut.

Was Sie zusätzlich beachten sollten, wenn Ihre Zähne überempfindlich reagieren:

  • Verzichten Sie auf zu heiße, zu kalte, zu süße und zu saure Speisen und Getränke. Besonders belastend für die schützende Schmelzschicht sind in diesem Zusammenhang Orangensaft und Weißwein.
  • Will man trotzdem nicht auf derartige Genüsse verzichten, sollte man mit dem anschließenden Zähneputzen am besten zwei Stunden warten, damit sich der gebildete saure pH-Wert inzwischen durch den Speichel neutralisieren kann.
  • Unmittelbar nach dem Essen ist der Zahnschmelz durch den Säureanstieg nämlich „weich“ und kann durch sofortiges Zähneputzen zerkratzt werden. Günstiger ist es daher, fürs Erste nur mit Wasser zu spülen und die Zahnzwischenräume mit Zahnseide zu säubern.

Tipps für Schwangere

Schwangere sollten unbedingt einen Kontrolltermin beim Zahnarzt ausmachen. Bei geplanten Schwangerschaften am besten schon vorher. Durch die Hormonumstellung weicht sich das Zahnfleischgewebe etwas auf. Dadurch wird der feine Spalt zwischen Zahnfleischsaum und Zahn weiter. Bakterien und Ablagerungen haben nun leichteres Spiel einzudringen und können eine so genannte Schwangerschafts-Gingivitis verursachen. Dass man Zahnfleischprobleme während einer Schwangerschaft nicht auf die leichte Schulter nehmen soll, zeigen eindringliche Untersuchungen, wonach Parodontitis das Risiko für Frühgeburten erhöht. Denn Krankheitskeime können über die Blutbahn bis in die Gebärmutter gelangen. Für werdende Muttis ist gute Mundhygiene daher besonders wichtig für sie selbst, aber auch im Hinblick auf das Neugeborene. Professionelle Reinigung bietet die Basis dafür, dass Zahnfleischprobleme erst gar nicht auftreten oder zumindest gering gehalten werden können.

Dass jeder Schwangerschaft ein Zahn zum Opfer fällt, gilt also heute längst nicht mehr. Richtige Zahnpflege, wie sie auf den vorangegangenen Seiten beschrieben ist, schützt vor Karies und Entzündungen. Zusätzlich sollten werdende Mütter viel vitaminreiche Kost zu sich nehmen. Nicht nur weiche Nahrung essen, sondern durchaus auch etwas, das sie kräftig und lange kauen müssen, wie etwa Karotten, Äpfel etc.. Damit wird nämlich auch gleichzeitig das Zahnfleisch massiert und gut durchblutet.

Noch ein wichtiger Tipp: Mundbakterien können leicht von der Mutter auf das Kind übertragen werden, dessen Mundflora sich erst im Laufe der Zeit ausbildet. Daher: Nicht den Schnuller des Babys abschlecken, wenn dieser hinunterfällt, oder das Kind vom gleichen Löffel essen lassen, sonst wandern Mamas Keime auf direktem Weg in den Mund des Nachwuchses.

Vorsicht Zahnerosion

Erosion ist uns als Begriff aus der Natur bekannt, z.B. das Abschmelzen und der damit verbundene Substanzverlust bei Gletschern. Dies ist ein zunehmendes Problem für die Natur. Was beim Gletscher im großen Maßstab passiert, findet auch im kleinen – in unserem Körper, genauer gesagt an den Zähnen – statt. Hier spricht man von Zahnerosion.

Der Zahnschmelz ist zwar die härteste Substanz in unserem Körper, wird aber im Laufe der Zeit großen Belastungen ausgesetzt und kann so dünner werden. Insbesondere Säuren, vorhanden in Nahrungs-mitteln und Getränken, können den Zahnschmelz vorzeitig abbauen. Den Verlust der Zahnoberfläche durch den Kontakt mit Säuren bezeichnet man als Zahnerosion. Zahnerosion ist keine Folge schlechter Mundhygiene und kann jeden treffen. Sie tritt sogar vorwiegend bei Personen auf, die eine besonders gründliche Mundhygiene durchführen. Durch die Abtragung des erweichten Schmelzes durch besonders intensive Reinigung im Anschluss an die Mahlzeit, scheinen tiefer liegende Bestandteile des Zahnes (Dentin) durch. Im Laufe der Zeit wirkt dadurch der Zahn gelblicher und man putzt noch intensiver, in der Annahme, es handele sich um die klassischen Verfärbungen durch unzureichende Mundhygiene.

Viele Früchte enthalten Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Aber auch die Magensäure, die bei Sodbrennen (Reflux) oder Bulimie (Essstörung mit Erbrechen) in die Mundhöhle gelangt, kann Erosionen an den Zähnen bewirken. Zahnerosion ist eine Konsequenz unserer veränderten Lebens- und Essgewohnheiten. Früher hatten wir feste „3x täglich“ Essenszeiten. Heute essen wir gesundheits-bewusster, z.B. konsumieren wir häufiger kleine Snacks und Obst. Unsere Zähne kommen deshalb immer häufiger direkt mit Säuren in Kontakt.

Säuren weichen den Zahnschmelz auf, der dann umso leichter beim Zähneputzen abgetragen werden kann. Mit der Zeit kann die Zahnschmelzerweichung, insbesondere in Verbindung mit dem Abrieb während des Zähneputzens, eine signifikante Abnutzung der Zähne verursachen. Zähne bestehen aus Mineralien, vor allem aber aus Kalzium und Phosphat. Wie sich ein Stück Zucker in heißem Tee oder Kaffee auflöst, lösen Säuren in den Lebensmitteln Mineralien aus dem Zahn heraus. Insbesondere das Zähneputzen nach einer Mahlzeit mit stark säurehaltigen Lebensmitteln, z.B. Frühstück mit Orangensaft, kann diesen Effekt verstärken.

Die Phasen und Erkennungsmerkmale der Zahn-Erosion:

  1. Textur und Glanz der Zähne: Die Zahnoberfläche verliert ihren Glanz und ihre Oberflächenstruktur, der Zahn wirkt stumpf.
  1. Zahnfarbe: Die Zähne wirken gelblicher, das Dentin scheint durch den dünner werdenden Schmelz hindurch.
  1. Lichtdurchlässigkeit: Der Zahnschmelz wird abgebaut, die Schneidekanten werden dünner – der Zahn sieht durchscheinend aus.
  1. Zahnstruktur: Kleine Risse und Mikrofrakturen schwächen die Schneidekanten der Zähne.
  1. Zahnform: Füllungen stehen über, die Kauflächenhöcker flachen sich ab. Komplette Zahnflächen werden abgetragen.

Bereits leichte Schmerzempfindlichkeit kann ein Warnsignal für Zahnschmelzabbau sein. Nach Expertenmeinung sind heute Zahnsubstanzverluste, verursacht durch Abrasion (also Abrieb) oder Erosion, die Hauptursache für die Entstehung von überempfindlichen Zähnen.

Sich gesund zu ernähren ist heute sehr wichtig. Dazu gehören Vitamin- und Ballaststoffreiche Nahrungsmittel. Trinken Sie häufig Orangensaft, Zitrus- oder sonstige Erfrischungsgetränke? Essen Sie häufig und viel Obst? Dann könnten Sie bereits ein erhöhtes Risiko aufweisen. Haben Sie zudem noch empfindliche Zähne, dann sollten Sie zahnärztlichen Rat einholen. Selbstverständlich sollte man eine gesunde Ernährung beibehalten, allerdings kann der vorzeitige Abbau des Zahnschmelzes und damit verbundene Schmerzempfindlichkeit der Zähne reduziert werden, indem man die folgenden Tipps beachtet:

  • Menge und Einwirkzeit der Säure reduzieren
  • säurehaltige Getränke, wie z.B. Orangensaft und Soft-Drinks, nicht zwischen den Zahnreihen hin- und herspülen
  • Strohhalme zum Trinken von säurehaltigen Getränken verwenden, sie verringern die Kontaktfläche der Säure mit den Zähnen
  • Mahlzeiten mit etwas „Neutralisierendem“ beenden, beispielsweise Milch, Käse, zahnfreundlichen Bonbons oder Kaugummis
  • Anpassung der Mundhygiene
  • richtige Bürsttechnik und Zahnbürste: geringer Anpressdruck und weiche Borsten
  • regelmäßige Härtung des Zahnschmelzes und Steigerung der Mikrohärte des Zahnes
  • regelmäßige Zahnarztbesuche

Was ist Karies

Damit Karies entstehen kann, müssen mehrere Faktoren ineinander greifen – die Kariesbildung ist also ein multifaktorielles Geschehen.

In der Zahnplaque, einem zähen Belag auf der Zahnoberfläche, befinden sich karieserregende Bakterien. Die Keime produzieren Säuren, die die Zahnhartsubstanz angreifen. Geschieht dies über einen längeren Zeitraum, kann Karies entstehen. Bleibt eine Behandlung aus, bilden sich im Verlauf regelrecht „Löcher“ (Kavitäten) heraus, im schlimmsten Fall kommt es zum Zahnverlust.
Bestimmte Zahnbereiche sind besonders anfällig für Karies, dazu gehören kleine Furchen (Fissuren) und Grübchen auf der Zahnoberfläche, die Zahnzwischenräume, freiliegende Wurzeln und der untere Teil der Zahnkronen. Andere Gebiete werden durch Zähneputzen ausreichend geschützt.
Ein Hauptgrund für die Kariesentwicklung ist die mangelnde bzw. unzureichende Zahnpflege. Dadurch werden Bakterien und Nahrungsreste nicht entfernt, so dass sich Karies herausbilden kann. Die richtige Zahnreinigung schließt das regelmäßige und korrekte Putzen und das Verwenden von Zahnseide ein.
Eine zuckerreiche Ernährung bildet eine ideale Grundlage für das Überleben und Vermehren der kariesauslösenden Bakterien, da der Zucker eine wichtige Energiequelle für die Erreger darstellt.
Daneben beeinflussen die Speichelzusammensetzung oder Störungen des Abwehrsystems die Entstehung von Karies.  Zur Wiederherstellung der Zahnform kommen verschiedene Füllungsmaterialien zum Einsatz. Dazu gehören Amalgam, Kunststoffe, Keramiken oder Gold. Ihr Gebrauch hängt von der Größe des Defektes und der Lokalisation, z.B. Front- oder Backenzahn, ab.

Um Kariesbildung zu vermeiden gibt es verschiedene Maßnahmen: Dazu zählen neben der Gruppenprophylaxe im Kindesalter die Fluoridierung und die Fissurenversiegelung. Die Gruppenprophylaxe beinhaltet das Einüben des richtigen Zähneputzens, Tipps für eine gesunde Ernährung, das Auftragen eines Fluoridlacks sowie Beratung und Aufklärung der Eltern. Als besonders wirksam hat sich die Fluoridierung herausgestellt: so sollten die Zähne mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta gereinigt und fluoridiertes Speisesalz verwendet werden. Mit Hilfe der Fissurenversiegelung verschließt man kleine Furchen, so dass sich dort keine Karies mehr herausbilden kann.
Regelmäßige Besuche beim Zahnarzt sind ein Muss uns sollte mindestens einmal, besser zweimal jährlich erfolgen. So kann die Karies schon früh entdeckt oder verhindert werden.

Zahnschutz beim Sport

Fast die Hälfte aller Sportler verletzt sich bei Unfällen im Bereich oberhalb der Schultern. In Anbetracht dieser statistischen Fakten ist die Tatsache, dass immer mehr Rad- und Schifahrer mit Helm unterwegs sind, erfreulich. Allerdings wird dadurch nur die Schädeldecke geschützt, nicht aber Kiefer, Mund und Zähne. Bei allen Sportarten, bei denen die untere Gesichtshälfte durch Körperkontakt oder Sturzgefahr gefährdet werden könnte, wie z.B. beim Mountainbiken, Inline-Skaten, Fußball spielen, Reiten, Eishockey, Karate oder Squash, ist der Einsatz eines Mundschutzes empfehlenswert.

Der Mundschutz fängt durch seine Elastizität die beim Aufprall einwirkenden Kräfte auf und verteilt sie. Für einen optimalen Schutz ist der perfekte Sitz Voraussetzung. Vorgefertigte Modelle, wie sie im Sporthandel erhältlich sind, eignen sich also nur bedingt. Der Mundschutz muss an Kiefer und Zahnstellung des Trägers angepasst sein. Der Zahnarzt fertigt dafür einen Modellabdruck des Gebisses an und der Zahntechniker stellt nach diesem Vorbild den individuellen Mundschutz her. Nur so können Sie einem gebrochenen Kiefer und ausgeschlagenen Zähnen optimal vorbeugen. Der Schutz, den es natürlich auch für Kinder gibt, haftet an der oberen Zahnreihe, ohne das Sprechen zu behindern oder als unangenehm empfunden zu werden.